Sonntag, 14. Oktober 2012

Blötschauge Nr. 2 ...

 ... sobald nix mehr tränt
bin ich wieder dabei!
Um euch die Wartezeit zu versüßen
gibts Sonntagskuchen mit frommen Grüßen;-))
Helenchen kommt gefüllt mit Preiselbeeren, 
dagegen kann sich niemand wehren!
An Vanille-Eis gekuschelt und von Sahneschaum bedeckt,
so mancher sich die Lippen schleckt!
Dazu gibts Schokoladenkuchen -
müßt ihr wirklich mal versuchen!
 Bevor mich noch mehr Muse küßt:
sag ich besser schniefend "Schüß". 
Auwei-eiei.

Freitag, 12. Oktober 2012

Parallel-Universen

Zwar mit Blötsch-Auge, aber wieder zuhause: was war das für ein Happening! So inspirierend, so freundlich und fröhlich! Neuseeland und die andere Seite des Mondes stellen sich vor ... also ich wünsche mir nach Messebesuchen NIE länger bleiben zu dürfen. Aber, ach Mädels! Wie gerne hätte ich uns die Buchmesse noch zwei Tage länger gegönnt! Meinen linken Arm hätte ich dafür gegeben! Das liegt natürlich primär daran, das ich auch noch rechts habe und das die Lifestyle-Messen, die wir normalerweise besuchen, weniger Kopf-, als viel mehr Frisuren- und dicke Hosenlastig sind. Also wenn die Bezeichnung LOVE-Parade nicht schon anders und auch negativ belastet wäre - die Frankfurter Buchmesse hätte dieses Prädikat verdient!!! Ich werde versuchen, mir diesen Spirit noch ein paar Tage lang durch den Alltag zu retten und natürlich ist meine wahre Bestimmung die der Illustratorin im Dienste der Kinder - das hatte ich ja vorher schon angekündigt;-)) 
Resümierend kann ich für mich sagen, zumindest auf dem richtigen Weg zu sein! Und in meinem Leben ist der Weg, bis zum Schluß, das Ziel! Könnt ihr mir auf den Grabstein meisseln! Mit den tollen Messe-Gesprächen, den neuen Projekten und auch den Kunden, die wir jetzt schon haben, ist das Ziel hochwertige und nachhaltige Produkte zu schaffen, partiell schon erreicht! Aber ein Ende ist noch lange nicht in Sicht! Was für eine Horrorvorstellung nach Jahrzehnten Designerleben auf Wegwerf-braucht-kein-Mensch-Grusskarten und Frühstücksbrettchen zurück zu blicken?! Ein Alptraum!!!
Der Spirit hat es allerdings im Alltag schwer, wenn man einen Tag nach dieser wundervollen Partymesse (jeden Abend feiern alle Verlage gemeinsam! In unserer Branche werden normalerweise am Ende eines Messetages die Fotos der erfolgreichen Konkurrenzprodukte heimlich nach China gemailt) auf folgende Situation trifft: deutsche Großfamilie, Ommaoppaeltern, Brüder, Schwestern und Kindseltern, beide ca. 17, sie superstoffperoxydblond mit angeklebten Wimpern, er in Lonsdale Jacke und mit schlechten Knast-Tatoos, sitzen paffend vor einem Einkaufszentrum. Also alle haben eine Kippe auf dem Zahn, bis auf das ca. 2 Jahre alte kleine Mädchen im Buggy sitzend, das von seiner Mutter auf "Kumma Taube" hingewiesen wird... Noch Fragen?! Wie ernüchternd kann ein Alltag sein?! Um an diese Kinder heran zukommen, müßte man die Eltern und Großeltern einer umfangreichen Gehirnwäsche, falls Organ vorhanden, unterziehen. 
Machen wir uns mal nix vor: die Kindheit unseres Bloggernachwuchses ist  nicht wirklich repräsentativ für Gesamtdeutschland. Für mich persönlich allerdings wird mein Job erst bei Kindern interessant, die keinen Zeit-, Zuwendungs- und Fürsorge-Luxus geniessen und ihre Kindheit eher vor RTL und zwei verbringen müssen ... "mit ohne" Blötschauge, erzähle ich euch morgen hoffentlich und gerne mehr von der weltbesten Buchmesse der Welt;-))!

PST: Auf dem Foto Neuseeland- Performance in Halle 4.1. Nackte Maori-Haut gibt es beim nöchsten Mal! ALso wenn Sex sales, hoffe ich doch sehr, das beim nächsten Mal reichlich Hühner mitlesen und KOMMENTIEREN!!!

Montag, 8. Oktober 2012



Ca. zwei Millionen Besucher in zwei Tagen und wir sind dabei! Sogar ein-ge-la-den!!! 
Auch wenn ich spätestens nach zwei Stunden das Gefühl seit Ewigkeiten ohne Frischluft leben zu müssen haben werde und gerne barfuß im Morgentau auf einer Wiese stehen würde: ich freue mich sehr darauf! Und nach höchstens zwei Minuten werde ich mir mal wieder sicher sein, das die Illustration meine wahre berufliche Bestimmung ist;-)) 

Immerhin bin ich mir darüber im Klaren, wieviel handwerkliches Können das verlangt und das man als Designerin für Grusskarten und Geschenkartikel meilenweit von dieser Profession entfernt ist ...

Sonntag, 7. Oktober 2012

Bienvenue!

A la francais: 'erbstmarkt "mit ohne H" ...
... Stammkneipe ...
 ... knüsper'äuschen ...
... quel odeur ...

... Monsieur Bressot ...
... der schiefe Turm von 'attingen ...
 ... kurzer Hühnerschnack ...
 ...Pott-Gedöns  ...
 ... Bügeleisen'aus ...
... und noch ein Abschieds-Snack. Danach wacker nach Hause: Dortmund spielt und ich kann die Zeit bis zum traditionellen Tatort mit was auch immer verbummeln, d.h. ich könnte alles, aber ich muß nichts
Au revoir et à bientôt!







Mars macht mobil ...

... auf jeden Fall inspirieren uns die neuen Curiosity-Bilder  und haben unseren Sonntagsbrunch sehr bereichert! Früher mußte man sich mit dem Mond begnügen, um ungeliebte Personen irgendwohin zu schiessen. Mit der Erschliessung des neuen Planeten eröffnen sich da jedoch ganz andere Möglichkeiten ...;-))Wollte ich euch nicht vorenthalten.
Geniesst das Wochenende! Wir schlendern jetzt, bei endlich Sonnenschein, über den Herbstmarkt.
Love, Peace & Happiness -

Sabine

Samstag, 6. Oktober 2012

Ferienprogramm

In diesen Herbstferien hat sich der Filius einfach nur wohnen, statt wieder verreisen gewünscht. 
Schließlich gäbe es ganz viele Ideen und Pläne, zu denen wir nie selten Zeit hätten oder die uns nicht einfallen, wenn sich spontan ein Zeitfenster öffnet. Damit das nicht wieder passiert, haben wir uns für die nächsten 14 Tage eine Spaßliste angelegt!

Punkt 1: Aus dem Kinder- wird ein Jugendzimmer! Erst mal als Kompromiß, da wir unser Home-sweet-home immer noch suchen. 
Aber coole Sternenkrieger passen nun wirklich nicht mehr in Muttis Kinderwelt*heul* ...
Mit dieser Sitzgruppe fing meine Freiberuflichkeit übrigens vor neun Jahren an, immerhin hat es "Big Meck" in die "Living at home" (4/2004) geschafft!
Jetzt schaffe ich sie in den Keller;-).




Donnerstag, 4. Oktober 2012

Immer wieder ein Dilemma: um unserer Denkmal geschützten Einfachverglasung kuschelig entgegen zu wirken, bemühe ich mich jedes Jahr aufs Neue um  
SCHÖNE Biber-Bettwäsche!
Das ist im Erwachsenenbereich schon ziemlich schwierig, aber für Kinder - erst recht für Jungen - nahezu unmöglich. Kein Wunder, wenn man erst mal erkannt hat, das jedes Jahr diegleichen Designs durchs Netz kreisen. Wahrscheinlich muß gar nicht neu produziert werden, weil die ollen Dekore einfach niemand kauft! Und der Schwede packt dieses Thema gar nicht erst an ...
Möglicherweise liegt das daran, das sich diese Faser für nix anderes, als für Bettwäsche verwenden läßt und die paar Leute, die danach fragen ... 
naja, ich sags mal nett: die sind wohl ersetzbar. 
Deshalb mein Apell an die nähende Mehrheit hier im Bloggerland:

MACHT MAL IN BIBER!!!!

Da liegt ein komplettes Marktsegment völlig brach!
Kuschelpullis, Kuscheltäschchen, Kuschelkissenbezüge, Kuscheleierwärmer, Kuschelstulpen, Kuschelloops für groß und klein, Kuschelbuchhüllen ... da müßte doch was gehen?!?

Sonntag, 30. September 2012

Feel the Herbst

Hier grünt es immer noch, dabei fühl ich mich total orange und würde darüber auch  endlich gerne posten ... 
Vom Erntedanktisch gibt es tatsächlich kein Bild, aber wenn Sonntags morgen um 9:30h hungrige Gäste einmarschieren und ich parallel mit Kaffee für alle, und zwar gleichzeitig, beschäftigt bin, hab ich keine Chance!!!
Keine Ahnung, wie ihr das hier so macht, aber ich hab echt nur vier Arme;-)) 
Soviele hätten die beiden hier für diesen Mini-Mammutbaum (ca.20m) auch gebraucht.
Mammutbaumrinde fühlt sich übrigens an, wie schlecht frisiertes Kamel und
zu fühlen gibts die in der Gruga in Essen.
Schnell noch ein bißchen Herbst gesammelt und die neue Macke vor die Linse gehalten:
"Hast du den fiesen Schnitt auch ganz bestimmt drauf?"
Euch allen einen guten Wochenstart
Grüßchen Sabine

Freitag, 28. September 2012

Präventivmaßnahme

  
Kinder und Jugendliche, die mindestens 7x in der Woche mit der Familie zusammen essen, haben auffallend bessere Schulnoten als die, die das nur 2x oder seltener tun. Außerdem weisen sie ein niedrigeres Drogenrisiko auf, leiden weniger an Essstörungen und besitzen eine deutlich bessere Allgemeinverfassung.
(Untersuchung der Kinderärztin Maria Eisenberg zitiert in: Joachim Bauer, Lob der Schule. Hamburg 2007, S. 99f.)

Habe ich heute in einem ganz wunderbaren Blog entdeckt, der mir aus der Seele spricht! Auch wenn der Filius trommelt, sehen wir nicht tatenlos dabei zu, wie er im Drogensumpf versinkt (s.Post von gestern)!
Morgen steht der Großeinkauf fürs Wochenende und einige gemütliche Tafelrunden an. 
Es wird endlich wieder orange auf unserem Tisch und ihr seit eingeladen!
Wir essen uns gemeinsam glücklich, ok?

Mittwoch, 26. September 2012

Tigermutter

Dieses Buch hatte ich in meinem Urlaubsköfferchen und weil es immer noch nachschwingt (nicht das Köfferchen!) und zumindest zum Nachdenken anregt, wenn man sein Kind bewußt beim älter werden begleitet (ich mag das Wort Er-zieh-ung nicht), möchte ich es gerne in die Diskussionsrunde werfen. Oder einfach nur weiter empfehlen. In Amerika ist Frau Chua für Ihre Methoden fast gesteinigt worden, so daß sich die Töchter für die Veröffentlichung des Taschenbuches gezwungen sahen ein Mutter schützendes Nachwort zu verfassen. 
Frau Chua stellt westliche Erziehungsmethoden und die damit verbundene Erfolglosigkeit (aus chinesischer Sicht) in Frage oder erklärt viel mehr, warum chinesische Musiker (wir reden hier nicht von Schlagzeugern, die sind per se Drogenabhängig) und Sportler oft überragende Leistungen bringen. Ich habe mich bei der Lektüre um Distanz, Neutralität und Verständnis bemüht. Auch habe ich die viel zitierte Ironie der Autorin berücksichtigt, aber unterm Strich wird bestätigt, was man schon ahnt: emotional bleiben die Tigerkinder komplett auf der Strecke, da diese Komponente in der chinesischen Erziehung nicht existiert. Eine Tigermutter verlangt von Ihren Kindern permanente Leistung( eine eins minus gilt bereits als schlechte Note), Disziplin und Fleiß, da diese nur gedrillt und bis an Ihre Grenzen ausgeschöpft, ein lebenswürdiges Dasein führen können. So fern eine westliche Schule besucht wird, findet Sozialisation nur dort statt, mehr Raum und Zeit steht dafür nicht zur Verfügung, auch nicht für Geburtstags- oder Übernachtungspartys, Computerspiele, Kinobesuche, Schultheateraufführungen oder sonstiges nutzloses Zeugs. An solchen Dingen nehmen Tigerkinder nicht teil und Sport wird nur mit absoluter Leistungsbereitschaft immer die/ der Beste zu sein, gestattet. Tigermütter sind ehrgeizig und fordern alles von und für Ihre Kinder. Nach der Lektüre bleibt man nachdenklich zurück; zum einen, weil beide gedrillten Töchter ihre Kinder, trotz viel eigenen Leids, im gleichen Stil erziehen wollen und zum anderen begreift man, wie Kinderliebe in China verstanden wird und das unsere Maßstäbe eher für Gleichgültigkeit sprechen.
Auch das Jubeln mit Belohnung bei kleinsten Fortschritten schon im Kindesalter, ist eine rein westliche Verhaltensweise. Krakeleien werden von Tigermüttern ignoriert, wenn die U3-jährigen doch dem Alphabet intelektuell schon gewachsen wären. Die eigentlich vorhandenen kindlichen Fähigkeiten werden durch übertriebene Lobhudeleien völlig unterschätzt und eher als Beleidigung empfunden. Nicht, das wir uns falsch verstehen: mir ist der Umgang einer Tigermutter mit ihren Kindern nicht individuell genug, aber ich gehe in dem Punkt, das Kinder alles mitbringen, wenn sie auf diese Welt kommen und Eltern zur Förderung gefordert sind, mit. Verbunden mit Spaß und Lebensfreude können wir unseren Kindern durchaus einiges zutrauen. Natürlich muß der Filius jetzt nicht täglich drei bis sechs Stunden Geige üben, aber 20 Minuten Schlagzeug kann man ihm durchaus abverlangen, auch wenn seine Kiffer Karriere damit quasi vorprogrammiert ist;-))